Spaßgesellschaft

Rolf Müller

Heute muss alles Spaß machen, alles andere ist zweitrangig. Man will keine Verantwortung übernehmen. Was schert mich Weib, was schert mich Kind? Mögen sie betteln gehen, wenn sie hungrig sind! (Heinrich Heine). Man fragt nicht nach Wahrheit. Man lacht Gott frech ins Gesicht. Man glaubt nicht, dass Gott ernst macht. Gottes Wort passt nicht in die Zeit, man kann es getrost entsorgen.

Die Menschen brüsten sich mit ihrer Sünde. Sie schämen sich nicht und sie bereuen nichts. Wir leben in einer Spaßgesellschaft und feiern rauschende Feste. Man will das Leben genießen. Man steigert den Genuss durch Drogen und Alkohol. Manche Familien- oder Betriebsfeiern sind weiter nichts als ein Besäufnis. Man ist ständig auf der Suche nach einem größeren „Kick“.

Die Menschen verachten nicht nur die Gebote Gottes, sie setzen sich an Gottes Stelle. Sie wollen alles, sie können alles, sie machen alles und sie dürfen alles. Aber ihnen gelingt nicht alles. Natürlich liegt die Schuld dann nicht bei ihnen, an dieser Stelle kommt manchmal wieder Gott ins Spiel. Der Gott, den es gar nicht gibt, um den sie sich nicht kümmern, ist plötzlich an allem schuld. Er ist der große Spaßverderber.

Die Welt rebelliert gegen die Herrschaft Gottes. Sie lehnt sich gegen ihn auf, sie braucht ihn nicht. Sie verachtet den Schöpfer des Universums. Das ist nicht nur töricht, sondern das ist dumm und frech. Aber da kommen wir nicht durch, das lässt sich Gott nicht gefallen. Wenn ein Dackel den Mond anbellt, verschwindet der deshalb nicht. Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten. Der Spaßgesellschaft wird das Lachen vergehen.

 

Mit freundlicher Genehmigung
Autor: Rolf Müller