Der alte Mann und die 99 Schafe (Matth.18,12)

Rolf Müller

Jesus Christus ist der gute Hirte. Er ist der Herr aller Herren, der Herr über Leben und Tod. Er hat die Schlüssel der Hölle und des Todes. Er ist der Herr der Heerscharen, der Herr der Herrlichkeit. Dieser große Herr ist ein Hirte. Wäre er nur Herr, müssten wir vor ihm fliehen und vergehen. Weil er Hirte ist, können wir vertrauensvoll zu ihm kommen.

Der Prophet Jesaja (40,11) sagte von ihm: „Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinem Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.“

Dem alten Mann sind hunderte Stimmen bekannt, die in der heutigen Zeit die Menschen anlocken und verführen. Diese falschen Hirten versprechen gute Weide. Aber ihre schönen Worte sind leeres Geschwätz.

Jesus Christus ist der gute Hirte. Er sorgt für seine Herde. In Treue leitet er die Seinen auf rechter Straße um seines Namens willen. Was er zusagt, hält er gewiss. Die besondere Liebe des guten Hirten gilt den Verlorenen. Er ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Der Hirte im Text hat 100 Schafe. Als er sie zählt, fehlt ihm eines. Er sagt nicht: Wir haben ja fast 100 Schafe, da kommt es auf das eine nicht an. Der gute Hirte akzeptiert das nicht. 99 sind keine 100. Der Wille des Vaters im Himmel ist, dass auch nicht eins dieser Kleinen verloren geht. Der gute Hirte verlässt die 99, um das eine zu suchen, das sich verlaufen hat. Jedes Schaf ist ihm gleich viel wert. Er sucht es und geht ihm nach. Er lässt keines in sein Verderben laufen.

Unser Herr Jesus Christus ist der gute Hirte. Er lässt sein Leben für die Schafe. Er sorgt für sie. Er opfert sich für sie auf. Er sorgt bei Tag und Nacht für seine Herde. Die Schafe dürfen alle Sorge auf ihn werfen.

Der alte Mann gehört seit seiner frühen Jugend zum guten Hirten. „Denn er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.“ Der Hirte kennt die Schafe. Die Schafe hören seine Stimme und folgen ihm. Der Hirte sucht auch heute die Verlorenen und ruft sie zum Heil. Er geht dem einen verirrten Schaf nach und bringt es nach Hause.

 

Mit freundlicher Genehmigung
Autor: Rolf Müller