Daniel 6

Rolf Müller

Wir möchten erfolgreich sein und unsere Ziele erreichen als Christen. Ob wir im Wort Gottes fest gegründet und verwurzelt sind, stellt sich heraus, wenn Druck auf uns lastet. Dann erweist sich, ob unser Lebenshaus auf Fels oder Sand gebaut ist und ob sich unser Glaube bewährt.

Daniel hatte in der Gefangenschaft Karriere gemacht. Das rief die Feinde auf den Plan. Sie stellten Daniel eine Falle, wollten ihn zu Fall bringen. Sie kitzelten das Ego des Königs. Sie schmeichelten ihm. Sie überredeten ihn, ein Gesetz zu erlassen, das den König eine Zeit zu Gott machte. Sie wussten, dass sie an Daniel nichts Nachteiliges finden würden außer seinem Gottesdienst. Dort wollten sie den Hebel ansetzen.

Wie reagiert Daniel? Er hatte offene Fenster nach Jerusalem, wenn er betete. Er musste ja nicht am offenen Fenster beten wo es jeder sieht. Er konnte sich ja auch in irgendeine Ecke verkriechen. Das kommt für Daniel nicht in Frage. Er vertraut seinem Gott und er bekennt sich zu ihm. Er hat eine Beziehung zu Gott und er weiß, wie wichtig Gebet ist.

Daniel verheimlicht seine Beziehung zu Gott nicht, auch nicht, wenn es um seinen Kopf geht. Er macht aus seinem Glauben kein Geheimnis. Daniel dankt seinem Gott. Wofür er in seiner schwierigen Lage dankte, wissen wir nicht, es wird uns nicht mitgeteilt. Wir wissen nur, dass er seine Sache Gott anheimgestellt hat. Er vertraut seinem Gott, dass er ihn ans Ziel bringen kann. Er lässt sich auch in Todesgefahr nicht beirren.

Daniel wusste, dass ihm der König nicht helfen konnte. Er konnte sein eigenes Gesetz nicht ignorieren. Deshalb wandte sich Daniel nicht an den König, sondern gleich an die richtige Stelle. Er wusste, es ging um Gottes Ehre. Daniel wusste, dass er sich auf den Herrn verlassen konnte. Wenn wir als Christen auf Gott vertrauen, sind wir Zeugen für seine Ehre. Dann stehen wir auf der richtigen Seite und müssen nicht verzagen. Der Herr wird für uns streiten, wir werden stille sein.

 

Mit freundlicher Genehmigung
Autor: Rolf Müller